Miss Piggy erhält Frauenrechtspreis

Ich will mich hier gar nicht auslassen über die herzerfrischend lockere Haltung des preisgebenden Komitees, auch nicht philosophieren über eine Figur, die vom Prinzen träumt und den Frosch küsst – nein die Meldung selbst steht für mich erratisch im Raum!

Wir haben schon viel gelesen über Figuren als Projektionsflächen, Avatare und virtuelle Welten und auch darüber, dass die in den Medien Dargestellten in Realität ganz Andere sein können.

Aber diese Meldung setzt für mich den Punkt. Eine Handpuppe. Stoff, Schaumstoff, Holz, eine Idee und über die Jahre eine Reihe von Autoren, Puppenspielern und Synchronstimmen. Ein „renommierter New Yorker Frauenrechtspreis“! Sag nochmal einer, Kunst könne nichts bewegen…

Die Story, die Miss Piggy durch die Medien transportiert ist offenbar genau so stark wie die von, sagen wir, Angelina Jolie. Puppe und Mensch – in den Medien, aber auch in der Kunst und im Theater werden sie zu Ideen, zu Geschichten.

Und die Story zählt.

Ein Hoch auf die Kraft der Fantasie!

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